365-Tage-Projekt 62: Sternschnuppen

…………….eine fantastische – dunkle – Stimmung hast Du mit Deinen Worten zum Leben erwachen lassen, ein wenig beängstigend……..fast traurig………aber hinreißend……
Meinen Dank dafür M.
Diese Worte musste ich loswerden zu diesem Gedicht/Text von Caro zu meinem Bild „Furcht vor dem Großen“
Es ist ebenso inspirierend, bei Ihr zu lesen……….

schreiberleben

Ich stand am Rand der Welt. Blickte auf das nachtschwarze Meer. Still lag es da. Nur ein leises Plätschern zeigte seinen Herzschlag an. Es hatte gebrüllt, getobt, gekämpft und zerstört. Es hatte allen Schmutz, alle Bosheit hinweggespült. Ich allein war übrig geblieben und vor mir lag das Meer, wie ein dunkler schimmernder Spiegel. Ich hatte keine Angst, doch meine Traurigkeit war so tief, wie die ewige See vor mir.

Mein Blick hob sich gegen den Himmel. Mein einsames Herz bat um ein Wunder. Da löste sich ein leuchtender Punkt aus dem Sternenmeer und raste dem Boden entgegen. Erschrocken verfolgte ich seine Bahn. Immer heller strahlte er, einen langen Schweif aus Funken hinter sich her ziehend. Ich glaubte, einen Schrei zu hören. Dann entzog sich das Licht meinen Blicken.

Ich wendete mich um und lief in die Richtung, in der ich die Absturzstelle vermutete. Am Rande eines großen Erdlochs blieb ich…

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